Verkehr

Tempo 30 auf der Gliesmaroder Straße

Hallo liebe Mitbürger*innen,

die Gliesmaroder Straße vom Hagenring bis Abtstraße sollte meiner Meinung nach Tempo 30 sein. Einerseits gibt es einige, nicht sehr gut einsehbare Kreuzungen, andererseits ist die Straße durch Straßenbahn, Radfahrer, Fußgänger sowie den Autoverkehr stark befahren und häufig wird auch Tempo 50 deutlich überschritten.
Tempo 30 würde die gesamte Verkehrssituation entspannen, leichteres Ein-/Abbiegen ermöglichen und die Verkehrssituation für alle Beteiligten sowie die Anwohner*innen deutlich beruhigen.

Freue mich auf die Diskussionen und Unterstützer,
viele Grüße
Wolfgang

Bearbeitungshinweis: 
1) Da es sich hier um eine haushaltsneutrale Idee handelt muss für die Unterstützung der Idee nicht geworben werden. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr wird die Anregung überprüfen. Nach Abschluss der Überprüfung wird das Ergebnis auf der Ideenplattform veröffentlicht. 2) Die Prüfung des Fachbereichs hat folgendes ergeben: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften ist vom Verordnungsgeber der Straßenverkehrsordnung (StVO) bundeseinheitlich für alle Kraftfahrzeuge auf 50 km/h festgelegt worden. Es steht somit nicht im freien Ermessen der Straßenverkehrsbehörde, eine andere Höchstgeschwindigkeit festzusetzen. Gleichwohl sind in der StVO sowohl Ausnahmen benannt, bei denen dies unter gewissen Voraussetzungen möglich oder dies bei besonderen Umständen wie zur Verhütung von außerordentlichen Schäden an der Straße, vor sogenannten sensiblen Einrichtungen (Kitas, Schule, Seniorenzentren), aus Lärmschutzgründen oder Gefahrenlagen geboten ist. Die Polizei hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass es auf der Gliesmaroder Straße keinen Unfallhintergrund gibt. Nach Auffassung der Polizei und der Verwaltung liegen auch keine Hinweise auf das Bestehen einer Gefahrenlage vor. Ebenfalls bedingt der Straßenzustand keine Geschwindigkeitsbeschränkungen. Sensible Einrichtungen sind, in den Bereichen für die aktuell 50 km/h gilt, nicht vorhanden. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h auf der Gliesmaroder Straße, käme aus Gründen des Lärmschutzes in Betracht, wenn es sich dort um Lärmschwerpunkte handelt. Am 22.09.2020 wurde mit Drucksache 20-13992 das Ergebnis der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes der Stadt Braunschweig beschlossen. Ziel der Lärmaktionsplanung ist eine Verringerung der Lärmbelastung in Braunschweig; zur effektiven Lärmminderung ist in der Regel eine Prioritätensetzung hinsichtlich der Handlungsoptionen erforderlich. Für die Ermittlung der Lärmschwerpunkte und die Priorisierung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Verwaltung hat daher zwei Kriterien definiert: 1. Überschreitung der kurzfristigen Auslösewerte für die Lärmaktionsplanung (LDEN = 65 dB(A), LNIGHT = 55 dB(A)) 2. Betroffenheit von mehr als 40 Einwohnerinnen und Einwohner pro 100 m in den Bereichen mit Überschreitungen der kurzfristigen Auslösewerte (das Land Niedersachsen empfiehlt 100 Einwohner/100 m.) Die Stadt Braunschweig hat dadurch insgesamt 76 Lärmschwerpunkte im Stadtgebiet identifiziert. Der Abschnitt der Gliesmaroder Straße, auf denen aktuell eine Zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt, gehört nicht dazu. Folglich kommt dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auch aus Gründen des Lärmschutzes nicht in Betracht. Gemäß § 45 Absatz 1 c der StVO kommen Tempo 30-Zonen nur dort in Betracht, wo der Durchgangsverkehr von geringer Bedeutung ist und darf nur Straßen ohne Lichtzeichen-geregelte Kreuzungen oder Einmündungen, Fahrstreifenbegrenzungen, Leitlinien oder benutzungspflichtige Radwege umfassen. Zudem sind bei der Einrichtung von Tempo 30-Zonen die Bedürfnisse des ÖPNV zu berücksichtigen. Für das Braunschweiger Stadtbahnnetz stellt die Gliesmaroder Straße jedoch eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen Innenstadt und dem östlichen Ringgebiet, Gliesmarode und Volkmarode dar. Mit einer Geschwindigkeitsreduzierung sind potentiell negative wirtschaftliche Konsequenzen für die Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) und eine Fahrtzeitverlängerung für alle Reisenden mit Ziel oder Start östlich der Gliesmaroder Straße verbunden. In der Folge führt dies zu einem Attraktivitätsverlust des ÖPNV, der den Zielen der Stadt Braunschweig widerspricht. Darüber hinaus wäre eine Rechts-vor-links-Regelung, die einer Tempo-30-Zone in der Praxis die notwendige Nachhaltigkeit verschafft, in diesem Fall nicht umsetzbar. Entsprechend der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (StVO) stehen die in der Gliesmaroder Straße vorhandenen Gleistrassen der Einrichtung einer Rechts-vor-links-Regelung entgegen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h kommt somit nicht in Betracht.

Kommentare

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Auch bin für Tempo 30 sowohl für Autos als auch für die Tram.
Nutzen und Vorteile:
bedeutend weniger Lärmbelastung
Weniger Energieverbrauch seitens der Tram,da energiefressendes Beschleunigen und Abbremsen deutlich gemildert werden
Feinstaubbelastung wird erheblich reduziert-gerade in den Sommermonaten wichtig
Motorradfahrer und LKWs werden die Straße meiden,da man nicht mehr ungezügelt durchbrausen kann.
Mehr Nutzung der Hans Sommer Str.

Die Gliesmaroder ist inzwischen vorrangig eine Wohnstraße, und wer schnell fahren möchte, kann die Hans Sommer Str nehmen. Die einmündenden Str sind 30er Zonen.

Ich sehe wenig Chancen für diesen Vorschlag, wenn er nicht auf einer Argumentation basierend aur Regelwerken wie beispielsweise den "ESG. Empfehlungen zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete. " und anderen aufbaut..

Danke Dir für den Kommentar. Sicherlich kann man hier auch nochmal tiefer in die ESG einsteigen. Generell sehe ich aber auch die Situation dass sich durch Tempo30 die Gefährdungslage - neben weiteren positiven Effekten wie Lärm, Abgase, Staub - deutlich entspannen würde. Die Straße ist mittlerweile doch sehr stark befahren und kreuzende/einbiegende Fzg/Fahrräder haben es bei dem Tempo und Verkehrsaufkommen nicht immer leicht.
Aber erst einmal braucht es ja auch noch genügend Unterstützer ;).
Viele Grüße

Es gibt viele Regeln, welche eher nicht dem Gemeinwohl dienen, allerdings leben wir in einer Demokratie und diese ist dem Gemeinwohl orientiert, und wenn dieses Gefördert wird in dem Tempo 30 eingeführt wird, so ist der Logische schritt das Tempolimit einzuführen. Dieses muss dann nicht über Regeln begründet werden, sondern kann durch andere Punkte Legitimiert sein :)
Klar dies geschieht nicht immer, aber lieber hoffen als nicht zu hoffen und dann sich nicht einsetzen :)

Hallo ,
Ich finde deine Idee wirklich sinnvoll !
Soll ich oder willst du selbst nochmal Werbung bei „nebenan“ machen ?
Da gibt es mit Sicherheit noch viele Unterstützer :))

Grundsätzlich sehr gerne! Aber es sieht so aus als ob man die Idee nicht mehr Unterstand. Die Stadt hat oben bereits geschrieben dass die Idee geprüft wird und keine Unterstützung braucht da sie kostenneutral ist. Man kann also leider nicht mehr dafür stimmen wie es scheint.