Verkehr

Planung der Campusbahn als Seilbahn

Seilbahnen? Bitte was? In Deutschland sind solche Verkehrssysteme überwiegend aus dem Urlaub bekannt. In vielen Städten der Welt sind sie aber schon als Nahverkehrssysteme im Einsatz - mit Erfolg. Ich schlage deshalb für den Bau der Campusbahn eine Seilbahn vor.

Die bisherige Planung einer Straßenbahn als Campusbahn hat zwei große Hürden:
1) Durch die Führung parallel zum Anschlussgleis ergibt sich über rund die Hälfte der Strecke eine sehr „gleislastige“ Führung, teils durch den als Grünanlage geplanten „Nordpark“.
2) Im Bereich der Querung von Bahnstrecke/Mittelriede/Wabe ist in einem landschaftlich geprägten Bereich ein langgestrecktes Brückenbauwerk sensibel zu integrieren.
Eine solche Planung ist definitiv nicht mehr zeitgemäß und zerstört wertvolle Biotope der Stadt. Dazu schreibt die Initiative "Lebensraum Holzmoor-Wabe LeHoWa":
"Der Stadtteil Querum zeichnet sich durch naturnahes Wohnen und teilweise ländlichen Charakter aus. Am südwestlichen Ortsrand hat sich ein einzigartiges Biotop entwickelt. Ein breiter Grünstreifen sowie ein großes Regenrückhaltebecken sind mit dem natürlichen Bachlauf der Wabe, dem alten Baumbestand und den großen Tierweiden zu einer Oase im städtischen Umfeld verschmolzen. Dieser schützenswerte „Lebensraum Holzmoor-Wabe“ bietet einer üppigen Tierwelt und einer reichhaltigen Pflanzenvielfalt ein zu Hause. Das Gebiet wird aber auch viel zur im urbanen Raum kostbar gewordenen Naherholung von Spaziergängern, Sportlern, Tierbeobachtern und kleinen Entdeckern genutzt."

Eine mögliche Lösung wäre der Bau einer Seilbahn. Seilbahnen klingen exotisch, sind aber im Bau viel billiger, schneller, kollidieren nicht mit dem Fuß- und Radwegverkehr - und sind flexibel. Ergeben sich neue Erkenntnisse, können sie auf veränderte Strecken ummontiert werden. Seilbahnen fahren energiesparend, können deutlich mehr Menschen transportieren als Busse, erzielen den dichtesten Takt und brauchen keine besonderen Haltestellen, da sie an den Einstiegspunkten auf ebenerdiges Niveau herabfahren können. Der Betrieb ist kostensparend, da die Kabinen autonom fahren.
Seilbahnen sind auch schon in vielen Städten im Betrieb oder zurzeit in Planung, z.B. in Koblenz, Ingolstadt, La Paz, Frankfurt oder Wuppertal.

Weiterführende Artikel findet man zum Beispiel hier:
* Seilbahnen – ÖPNV-Alternativen über dem Stau: www.damit-deutschland-vorne-bleibt.de/Blickpunkt/Infrastruktur-aktuell/0...
* Seilbahnen in Diskussion für öffentlichen Nahverkehr: www.futurezone.de/digital-life/article209927429/Seilbahnen-in-Diskussion...
* Hochschule Darmstadt arbeitet an Seilbahn-Projekt: www.journal-frankfurt.de/journal_news/Verkehr-77/Hochschule-Darmstadt-ar...

Unabhängig davon, dass die Kosten einer Seilbahn geringer sind, und Biotope durch den Bau mit kleinen Einschränkungen erhalten bleiben, bietet eine Seilbahn weitere Vorteile: Eine solche innovative Fortbewegungsmethode passt gut zum innovativen Nordcampus, eine Seilbahn wäre eine Bereicherung für das Ringgleis, und der Blick auf die unterschiedlichen Landschaften der Nordstadt "von oben" wären auch eine touristische Attraktion.

Die Stadtverwaltung möge daher prüfen, ob sich die Campusbahn in Form einer Seilbahn realisieren lässt.

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Kommentare

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Auch wenn ich noch zweifel an einem weiteren ÖPNV-System in Braunschweig habe, stimme ich diesem Vorschlag gerne zu!

Es bringt nichts, nur an altem festzuhalten, wenn man fortschrittlich sein möchte. Man muss auch mal was neues / anderes ausprobieren. :-)

Eine Seilbahn von Querum zur Hamburger Straße. Ohne irgendein Netz. Wirklich tolle Idee, wenn man nicht ernst genommen werden möchte.
"Einzigartiges Biotop". Meine Güte, man kann auch mal einen realistischen Blick drauf werfen. Der ganze Bereich ist laut Gewässerschutzkonzept (Name ähnlich)geschädigt und sollte renaturiert werden.

Was genau ist Ihre Kritik?
Es gibt ein stadtweites Netz- aus verschiedensten Verkehrsmittlen. Ob diese Seilbahn eine gute Erweiterung ist, und was die sinnvollste Trasse wäre - eventuell vom Affenfelsen oder der Uni bis zum Flughafen? - lässt sich nicht in einem Kommentar klären, verdient aber Aufmerksamkeit und Klärung!

Wenn Sie auf die Wartung anspielen- alle wichtigen Teile einer Seilbahn lassen sich auf Straßen transportieren, ein zentrales Straßenbahndepot mit Gleisanschluss braucht es also nicht. Nur Klarheit, wo und wie schnell Reparaturen möglich sind.

Und für die Renaturierung und ökologische Aufwertung sind ein paar Drahtseile und Masten sicher besser, als eine massive Trasse aus verdichtetem Boden und Beton.
Fundamente sind natürlich schon nötig, aber können wegen des geringeren Gewichts deutlich kleiner ausfallen als für eine Straßenbahnbrücke. Unter Strommasten wächst so einiges, unter größeren Brücken regnet es dafür oft zu wenig.

Ändert aber alles nichts- bei Eingriffen in Naherholungsgebieten und Biotopen ist weniger mehr, also eine Seilbahntrasse besser als eine Straßenbahntrasse.

Das System ist isoliert, es werden Umstiege nötig. Dadurch verringert sich der Nutzen massiv. Das reicht als Argument schon. Denn die Campusbahn führt als ein Projekt vom Heidberg durch die Stadt bis nach Querum. . Weiterhin sind Seilbahnen nicht Spitzenlastfähig, sie skalieren nicht. Für die Eingriffe in die Natur wird es einen Ausgleich geben. Das ist Praxis und gesetzlich vorgeschrieben. Würde man jeden Eingriff verhindern, gäbe es z.b. kein Wohngebiet grüner Ring. Die meisten Gegner der Campusbahn wärennie Anlieger geworden, wenn das was sie bei der Campusbahn fordern, schon bei ihrem eigenen Zuhause angewandt worden wäre. Maximale Doppelmoral.
Diese Seilbahn soll bloß ablenken. Keine Aussicht auf Realisierung.

Ist nicht eines der Hauptargumente der Stadt Braunschweig, für die Campusbahn, und damit die Anbindung von Querum zur Hamburger Straße: „Die Verbindung des Stadtteils Querum, der neuen Nordstadt und der Hamburger Straße bietet eine völlig neue Verkehrsbeziehung, die derzeit mit dem Automobil und dem ÖPNV nicht angeboten wird“ (Quelle: Stadt-Bahn-Plus)

Und genau dass wird mit dem Vorschlag erreicht. Eine völlig neue Verkehrsbeziehung von Querum, der neuen Nordstadt und der Hamburger Straße, die derzeit mit dem Automobil und dem bisherigen ÖPNV nicht angeboten wird.

Es ist damit nicht gesagt, dass eine solche Seilbahn, nicht auch bis zum Heidberg oder sonst wohin weiter geführt werden kann.

Busse und Bahnen sind auch jeweils eigene Systeme, die ein Umsteigen erforderlich machen. Trotzdem werden beide Systeme zusammen genannt. 2-Wegefahrzeuge (Schiene und Straße) gibt es in Braunschweig auch nicht (außer ein Wartungswagen). In Braunschweig ist es ohnehin nur im Glücksfall möglich, mit dem ÖPNV von A nach B zu kommen, ohne umsteigen zu müssen.

Der Ideengeber fordert hier nicht den Verzicht auf den Stadtbahnausbau und die Anschaffung einer Seilbahn. Vielmehr regt er das neue System an und macht zugleich einen Vorschlag, wo dieses System sinnvoll zum Einsatz kommen könnte. Wörtlich: „Die Stadtverwaltung möge daher prüfen, ob sich die Campusbahn in Form einer Seilbahn realisieren lässt.“. Das ist aus meiner Sicht ein ganz legitimer Vorschlag!

Und um diesen Vorschlag mal „weiterzuspinnen“: Warum nicht gleich mehrere Linien / Stränge bauen? An einem Knotenpunkt (der nicht einmal in der Innenstadt sein muss) können die Gondeln automatisch, auf einen anderen Abschnitt umgehängt werden und dort weiterfahren. Somit sind Beziehungen von jedem Ein-Ausstiegspunkt zu jedem anderen Punkt, ohne umzusteigen bzw. die Gondel zu verlassen, möglich. Der erste Fahrgast kann sein Zielstrang wählen, alle anderen können dann Zusteigen oder warten einfach auf die nächste Gondel. Kurze Abstände sind möglich. Eine Gondel muss nicht 200 Personen aufnehmen können. Busse und Bahnen sind nur selten ausgelastet (lediglich im Innenstadtbereich zur HVZ). In den Randbereichen, auf den Rückfahrten und in den Nebenzeiten ist ihre Auslastung eher ineffizient. Kleinere, unabhängige, selbstfahrende Einheiten, mit steuerbaren Zielmöglichkeiten sind da effektiver.