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Brieffreundschaft Gefängnis

Es gibt sicher einige Insassen im Gefängnis / JVA die gar keinen oder kaum Kontakt "zur Außenwelt" haben.

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Tag der Niedersachsen

Es wäre schön, wenn Braunschweig als zweitgrößte Stadt Niedersachsens einmal den "Tag der Niedersachsen" austragen könnte.

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Soziales, Jugend und Gesundheit

Kältetote vermeiden!

Bundesweit gibt es immer mehr Kältetote! Zur Vermeidung von weiteren Kältetoten empfehle bzw fordere ich, dass Obdachlose/ Wohnungslose effektiv vor der Kältewelle geschützt werden.
"Öffentlich geförderte" Gebäude (Beispiel: Jugendherbergen, Kirchen, leerstehende Gebäude oder Nahverkehrfahrzeuge o.ä.) könnten für die Gefährdeten zumindest für die eiskalten Nächte geöffnet werden. Aktive Kältebusse müssen finanziert und sofort eingesetzt werden. Bestehende Obdachlosenheime-Notquartiere u.ä. sollten während der extremen Kälte auf ihre extrem starren Regeln verzichten müssen (Aufnahmeverbot für Paare z-B.). Tierheime u.ä. könnten die Hunde der Obdachlosen aufnehemen (oder ähnliche tierschützende Regelungen), zumal Wohnungslose mit ihren Hunden nicht in den Notunterkünften aufgenommen werden. Bitte leiten Sie meine Gedanken an relevante politische und soziale Hilfestellen + Personen weiter. Außerdem bitte ich um einen Spendenaufruf für die Obdachlosen der Stadt Braunschweig! Vielen Dank

Bearbeitungshinweis: 
Angesichts des fortdauernden Winterwetters weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die städtischen Unterbringungsmöglichkeiten für Wohnungslose nicht ausgelastet sind. Es können also noch Personen aufgenommen werden. Die Stadt Braunschweig unterhält zur Unterbringung wohnungsloser Personen verschiedene Einrichtungen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Neben zentralen Einrichtungen für Männer gibt es dezentrale Standorte für Frauen, Familien und alleinstehende Männer. Die Auslastung liegt derzeit bei 79 Prozent. Für jede Person, die wohnungslos geworden oder ohne Obdach unterwegs ist und bei der Stadt Braunschweig Hilfe sucht, beschafft die Verwaltung zumindest einen Notschlafplatz. Die Jahreszeit spielt dabei keine Rolle. Aufgrund der derzeitigen Wetterlage hat die Stadt die Anzahl der Noträume für akut Wohnungslose erhöht. Jeder, der es benötigt, erhält in Braunschweig ein eigenes Bett und ein Dach über dem Kopf. Auch für eine Erstausstattung an Lebensmitteln ist gesorgt. Betroffene können sich tagsüber an die Abteilung „Wohnen und Senioren“ in der Naumburgstraße 25 wenden. Den telefonischen Kontakt vermittelt das Bürgertelefon über 470-1. Außerhalb der Dienstzeiten ist eine Kontaktaufnahme über die zentrale Wohnungslosenunterkunft der Stadt Braunschweig für Männer, die an der Straße „An der Horst“ liegt, möglich. Die Unterkunftsverwaltung ist an den meisten Tagen 24/7 besetzt. Auch die Aufenthaltsräume sind tagsüber geöffnet. Kontakt: Tel. 86 21 24. Über das Funktionspostfach wohnungslos@braunschweig.de ist auch eine anonyme Beratung möglich. In den städtischen Wohnungsloseneinrichtungen leben derzeit 199 Personen. Die Zahl der Plätze wurde verändert und es wurde aufgrund der Corona-Pandemie umstrukturiert. Die Auslastung (oben) berücksichtigt dies bereits. Alle Bewohner werden unterrichtet und bezüglich der Pandemie aufgeklärt. Besonders in den Gemeinschaftsunterkünften wird an die Vernunft der Bewohner appelliert. Die Stadt Braunschweig informiert über die jeweils aktuellen rechtlichen Regelungen zur Eingrenzung der Ausbreitung der Pandemie und bittet um Einhaltung. Besuche sollen vermieden werden. Auch in den Noträumen wurden die Schlafplätze so angelegt, dass die Mindestabstände gewahrt werden können. Zusätzlichen Schutz bietet eine provisorische Trennung. Zusätzlich zur jeweils eigenen neuen Matratze und zum Bettzeug erhält jede/r Benutzer/Benutzerin eine OP-Maske. Bei Bedarf gibt es mehre OP Masken und auch eine FFP 2-Maske sowie Hygieneartikel. Nicht nur die Stadtverwaltung hilft: Es gibt zahlreiche Angebote freier Träger. Exemplarisch zu nennen sind die Wohnungsloseneinrichtungen Diakonieheim Am Jödebrunnen, Haus Braunschweig (Wohnheim für suchtgeschädigte Menschen) und das Betreute Wohnen am Pippelweg. Darüber hinaus gibt es mehr als zehn Beratungsstellen in der Wohnungslosenhilfe (Caritas, Diakonie, Straffälligenhilfe, DRK, DROBS etc.), die weitere Angebote bereithalten wie z. B. Stadtteilläden, Straßensozialarbeit, Tagestreffs, Drogenberatung u.v.m. Besonders in der kalten Jahreszeit hat der Tagestreff „Iglu“ der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten, Wilhelmstraße 85, Tel. 0531-12 16 78 32: http://www.diakonie-stiftung.de/495.html eine wichtige Funktion. Hier bekommen Wohnungslose eine Mahlzeit und heiße Getränke, können duschen und Wäsche waschen. Die Einrichtung ist zusätzlich am Wochenende geöffnet. Die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten setzt auch Sozialarbeiter in der aufsuchenden Straßensozialarbeit ein. Auch die Bahnhofsmission ist weiterhin offen und bietet heiße Getränke und Snacks an. Zwei Mal wöchentlich geben die Malteser an einem festen Punkt in der Innenstadt Suppe aus. Grundsätzliches Ziel der Stadt Braunschweig ist es, Wohnungslosigkeit schon im Vorfeld zu verhindern. Dazu gibt es präventive Hilfen durch Beratung, Verhandlungen mit Vermietern und Versorgungsunternehmen und ggf. wirtschaftliche Hilfen bei Mietrückständen. Durch möglichst individuelle Hilfsangebote für die betroffenen Personen wird versucht, die Wohnungslosigkeit zu vermeiden oder so schnell wie möglich wieder zu beenden. Aktuell werden akut obdachlose Personen über unterschiedliche Spendenaktionen durch soziale Vereine und Institutionen auch in Hotels und Pensionen untergebracht, wenn sie das möchten. Darüber hinaus gibt es immer wieder Privatpersonen, die für eine Versorgung mit warmen Mahlzeiten sorgen.

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