Bauen und Planung

Entspannung Parkplatzsituation im Östlichen Ringgebiet

Parkplätze sind insbesondere in Ballungsräumen ein rares Gut. Lange Parkplatzsuche ist für viele Menschen in Städten zur alltäglichen Routine geworden. Umso mehr begrüße ich Aktivitäten von Behörden aber auch von privaten Unternehmen, die in den Abend- und Nachtstunden und an den Wochenenden ihre privaten, oftmals verschlossenen Parkplätze für die Anwohner frei geben und so für alle eine äußerst praktikable Lösung eines zugegeben modernen Problems ermöglichen.

Leider hat nun in den Tagen nach Ostern eine Landesbehörde hier in Braunschweig das genaue Gegenteil davon über Nacht umgesetzt. Und damit einer jahrelangen funktionierenden Koexistenz von Beamten und Bürgern jäh ein Ende gesetzt. Eine grundlose Verschärfung der Parkplatzsituation im östlichen Ringgebiet!

Was ist genau passiert bzw. wie ist es dazu kommen? Als direkte Nachbarn des Landesamt für Archäologie, der Landesliegenschaftsverwaltung und der Landesforstverwaltung am Altewiekring bzw. an der Husarenstraße in Braunschweig teilen sich Anwohner und Mitarbeiter der Behörden einen gemeinsamen Hinterhof. Die letzten sieben Jahre haben wir uns die Parkplätze im Hof einvernehmlich geteilt. Als Anwohner sind wir morgens um 8 zur Arbeit gefahren und haben den Platz frei gemacht für die Mitarbeiter. Abends dann das ganze Spiel in umgekehrter Reihenfolge. In den letzten Jahren ist mir kein einziger Tag in Erinnerung, an dem es für Mitarbeiter der Behörden irgendwelche Probleme gab, einen Parkplatz zu finden. Im Gegenteil - oftmals waren auch tagsüber viele der Parkplätze unbenutzt.

In der Woche nach Ostern ist diesem - ich hoffe Sie stimmen mir da zu - vorbildlichem Miteinander von Beamten und Bürgern durch einen vermutlich übereifrigen Mitarbeiter einer der Behörden ein jähes Ende gesetzt worden. Die Parkplätze sind jetzt einzeln mit einem abschließbaren und klappbaren, orangefarbenen Poller versehen worden. Eine Aktion, die uns Anwohner mit einem Kopfschütteln hinterlässt. Das beigefügte Foto zeigt die Situation am vergangenen Donnerstag um 08:15 Uhr. Kein einziger der mit der Kralle gesicherten Parkplätze wird durch die Behörde genutzt. Hier lässt sich zweifelsohne von Bürgerschikane und Steuerverschwendung sprechen.

Sicherlich ist das Vorgehen „rechtmäßig“ und das Interesse den Mitarbeitern in ausreichender Anzahl Parkplätze zur Verfügung zu stellen ist nicht von der Hand zu weisen. Dafür haben wir alle Verständnis. Warum ein de facto nicht existierendes Problem jedoch auf diese Art angegangen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar!

Demokratie lebt von Dialog, Diskussion und einer gemeinsamem Lösung. All das vermisse ich leider hier.

Wir - und da spreche ich sicher für alle meiner Nachbarn - sind an einer funktionierenden Nachbarschaft und einem friedlichen Miteinander interessiert. So wie es bereits in den letzten Jahren funktioniert hat und wie es auch das gute Beispiel einer Behörde in der Nachbarschaft auf Initiative der Stadt Braunschweig ermöglicht hat. Erst im letzten Jahr hat das Finanzamt Altewiekring seinen jahrelang mit einem Tor verschlossenen Parkplatz geöffnet um die Parkplatzsituation zu entspannen.

Kommentare

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.

Wird ja immer schöner hier! Da kauft oder mietet man sich eine Wohnung oder Stellplatz und nutzt fremde und beschwert sich dann, wenn der Eigentümer seine Stellplätze sichert. Dazu ist anzumerken, dass zwischenzeitlich auch Mitarbeiter für die Nutzung der Dienstparkplätze bezahlen! Also hören Sie auf zu heulen und mieten Sie sich einen privaten Stellplatz!