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Live Daten der öffentlichen Verkehrsmittel

Eine Applikation, mit der man Echtzeitdaten Der Busse und Straßenbahnen abrufen kann, um so nicht unnötig an der Haltestelle warten zu müssen.

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Zugang zum Bürgeramt / zur Telekom über das Ringgleis

Das Bürgeramt sowie die übrigen Betriebe in der Friedrich-Seele-Straße 7 sind für Radfahrer nur über die Friedrich-Seele-Straße erreichbar. Dabei führt der Ringgleis-Radweg direkt westlich am Gebäude vorbei.

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Verkehr

Aufhebung Radwegbenutzungspflicht Hans-Sommer-Straße/Berliner Straße

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Radwege an der Hans-Sommer-Straße und der Berliner Straße sind zwischen Hagenring und Messeweg größtenteils benutzungspflichtig.

Laut VwV-StVO zu § 2 (4) ist eine Voraussetzung für die Anordnung einer Radwegbenutzungspflicht, dass der Radweg eine Mindestbreite von 1,50m aufweisen muss. Diese Breite wird von den Radwegen an der Hans-Sommer-Straße bis zur Berliner Straße auf Höhe des Messewegs größtenteils unterschritten:
Übergang Rebenring/Hans-Sommer-Straße: 1,45m
Westlich Beethovenstraße: 1,40m
Westlich Abtstraße: 1,20m
Nördlich Bad Gliesmarode: 1,35m (auf der Südseite sogar in Gegenrichtung benutzungspflichtig -> hier müssten es 2,00m sein)
Querumer Straße bis Messeweg: 60cm !!

Außerdem fordert die VwV-StVO zu § 2 (4) eine stetige Radverkehrsführung, was kurze Radwegbenutzungspflichten, z. B. für wenige hundert Meter, ausschließt.

Da Radwegbenutzungspflichten das befahren der Fahrbahn verbieten und es sich bei Radverkehr um fließenden Verkehr handelt, ist für die Anordnung einer solchen Beschränkung nach StVO § 45 (9) eine erheblich erhöhte Gefahr nötig, die bei den dortigen Verhältnissen (breite Fahrbahn, weite Kurvenradien, kein Gegenverkehr) nicht gegeben sein dürfte.

Somit schlage ich die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf der Hans-Sommer-Straße/Berliner Straße zwischen Hagenring und Messeweg vor. Da es sich bei den dortigen Radwegen um eigenständige Flächen handelt, dürfen diese auch nach der Aufhebung der Benutzungspflicht weiterhin benutzt werden.

Mit freundliche Grüßen,

ein Radfahrer

Bearbeitungshinweis: 
1) Da es sich hier um eine haushaltsneutrale Idee handelt muss für die Unterstützung der Idee nicht geworben werden. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr wird die Anregung überprüfen. Nach Abschluss der Überprüfung wird das Ergebnis auf der Ideenplattform veröffentlicht. 2) 29.11.2018 - 2010 wurde das gesamte Braunschweiger Radwegenetz bezüglich der Radwegebenutzungspflicht überprüft. Dazu gab es mehrere Besprechungen zwischen dem ADFC, der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und der Verkehrsplanung. Auch die Radverkehrskommission hat sich am 11.4.2011 mit dem Thema beschäftigt. Es entstand eine Karte über die zukünftige Benutzungspflicht der Radwege. Eine Befahrung und Fotodokumentation fand im Juni-August 2012 statt, Anordnungen zur "Entschilderung" gab es im August/September 2012. Bis Jahresende 2012 wurde bei vielen Radwegen die Benutzungspflicht aufgehoben. Alle Beteiligten waren sich einig, dass in der Berliner Straße (wie auch an den meisten Hauptverkehrsstraßen) die Radwegebenutzungspflicht beibehalten werden soll. Aus Sicherheitsgründen wurde die Möglichkeit, hier Radfahrer auf der Fahrbahn fahren zu lassen, abgelehnt. Hinsichtlich der Stetigkeit der Radwege besteht allerdings kein Problem. Möglicherweise fehlt ein einzelnes Schild, aber die Benutzungspflicht gilt auf der gesamten Strecke zwischen Hagenmarkt und Messeweg. Die Radwege können baulich nur zu Lasten der Fahrbahn verbreitert werden. Ankaufbare Vorgärten oder Parkstreifen gibt es abschnittsweise nicht. Auch die Aufhebung der Radwege bei gleichzeitiger Einrichtung von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ginge zulasten der Fahrbahn. Die Gesamtverkehrsbelastung liegt nach der aktuellen Verkehrsmengenkarte bei rund 12.500 Kfz je Richtung je Tag. Die Reduzierung auf eine Fahrbahn je Richtung ist bei diesen Mengen nicht realistisch. Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ERA verlangen bei diesen Verkehrsstärken grundsätzlich eigenständige Radverkehrsanlagen (Radweg oder Radfahrstreifen). Auch die Möglichkeit der Zusammenfassung des Gehweges und des Radweges zu einem gemeinsamen Geh- und Radweg ist als nachteilig zu beurteilen. Der gemeinsame Weg hätte zwar die nach StVO geforderte Mindestbreite von 2,50 m. Da der jetzige Gehwegbereich aber auch direkt an Hauseingängen liegt, ist ein gemeinsamer Geh- und Radweg keine verkehrssichere Lösung. Außerdem kann man aufgrund der vorhandenen baulichen Trennung von Gehweg und Radweg nicht nur die Beschilderung ändern. Die notwendigen baulichen Maßnahmen zum Umbau zu einem gemeinsamen Geh- und Radweg wären nicht verhältnismäßig. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ausreichend breite Radverkehrsanlagen notwendig sind. Radverkehr auf der Fahrbahn wird auf der Berliner Straße aber von der Stadt Braunschweig als zu gefährlich eingeschätzt.